Folsäure Wirkung analysiert

Der menschliche Körper benötigt verschiedene Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Einige Nährstoffe und ihre Wirkung im Organismus sind bekannt. Ohne Calcium keine starken Knochen und Zähne. Ohne Vitamin C kein guter Schutz vor Erkältungskrankheiten. Ohne Jod funktioniert die Schilddrüse nicht reibungslos. Und was macht Folsäure? Vielleicht wissen einige, dass es sich dabei um Vitamin B9 handelt.

Frauen mit Kinderwunsch wissen vermutlich sogar, dass Folsäure bereits vor der Schwangerschaft eingenommen werden muss, um dem Risiko einer Frühgeburt oder Missbildung beim Baby zu entgehen. Doch was macht dieses Vitamin noch? Welche Wirkung entfaltet es im Körper? Spannendes Thema.

Bessere Verfügbarkeit trotz oder wegen synthetischer Herstellung?

Folsäure kann im Gegensatz zu natürlichem Folat besser vom Körper verwertet werden. Das liegt daran, dass natürliche Folatverbindungen sowohl aus Poly- als auch aus Monoglutamaten bestehen. Der Körper kann nur Monoglutamate weitertransportieren, Polyglutamate müssen erst umgewandelt werden.

Natürliche Folate können künstlich hergestellt werden, etwa das 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF). Damit ist Folsäure gleich in der biologisch aktiven Form, der Tetrahydrofolsäure (THF) als Lieferant verfügbar.

In der Leber findet dann die Methylierung von THF statt, bevor der Transport in die Blutzellen erfolgt. Dabei sind die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) nur eines der Ziele. Die Leber ist der Ausgangspunkt für die Folsäureverbindungen und bei ausreichendem Vorkommen gelangt es in alle Zellen und in das Gewebe. Dabei spielt die Zellteilungsrate eine wichtige Rolle: Zellen, die sich schnell und häufig teilen (beispielsweise Blut- und Epithelzellen), bekommen deutlich mehr THF „geliefert“ als andere Zellsysteme. Insgesamt sollten sich im menschlichen Organismus 5 – 10 mg Folatverbindungen befinden. Davon sind rund 50 Prozent in der Leber gespeichert und die anderen 50 Prozent zirkulieren im Blut und im Gewebe.

Was passiert ohne Folsäure im Körper?

Bekommt der Organismus von heute auf morgen keine Folsäure mehr, reicht der Speicher für rund 3 – 4 Wochen. Die Körperspeicher entleeren sich langsam, was nach rund 10 bis 12 Wochen zu einem Überschuss an weißen Blutkörperchen führt. Nach etwa 18 Wochen vermindern sich die roten Blutkörperchen. Nach circa 4 – 5 Monaten entwickelt sich eine megaloblastäre Anämie ( Butarmut).
Zeitgleich zeigen sich in den ersten Wochen Schleimhautveränderungen. Es kommt zu Entzündungen im Magen-Darm-Trakt oder im Rachenraum.

 

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