Folsäure Präparate – ein kleiner Überblick

Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin aus der B-Gruppe und für die Gesundheit unverzichtbar. Der Organismus ist nicht in der Lage, Folsäure selbst herzustellen, er ist auf die Zufuhr, entweder über die Nahrung oder über Folsäure Präparate angewiesen.

Die meisten Menschen dürften die empfohlene Tagesdosis von 330 Mikrogramm Folat-Äquivalent nicht über die die Nahrungsaufnahme erreichen. Da Folsäure jedoch essentiell für das Zellsystem und viele Bereiche des Stoffwechsels ist, ist der Gedanke an eine Zufuhr synthetischer Folsäure sinnvoll.

Das gilt ganz besonders für Frauen, die sich ein Kind wünschen. Mindestens einen Monat – besser noch drei Monate – vor der eigentlichen Schwangerschaft sollte „Frau“ Folsäure zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung einnehmen. Denn bei zu wenig Folatverbindungen im Organismus drohen dem Embryo Missbildungen, etwa der gefürchtete „offene Rücken „Spina bifida“.

die wichtigsten Unterschiede der verschiedenen Präparate auf einen Blick

Es gibt einige wenige Lebensmittel, die mit Folsäure angereichert sind. So findet sich beispielsweise in so manchem Mehl zugesetzte Folsäure. Der Wert liegt im Schnitt bei 150 Mikrogramm pro 100 Gramm Mehl, was kaum an die empfohlene Dosierung heranreicht. Auch Säfte, die mit Folsäure angereichert sind, werden teilweise im Handel angeboten.

Besteht Bedarf an dem Vitamin B9, empfiehlt es sich, auf Folsäure Tabletten zurückzugreifen. Diese liefern eine exakte Dosierung, was die benötigte Menge „liefert“. Das können keine angereicherten Lebensmittel leisten.

Es gibt Folsäure Präparate, die mit weiteren, wichtigen Vitaminen angereichert sind oder solche, die eine weitere Substanz enthalten, etwa Jod. Letztgenanntes bietet gerade Frauen mit einem Kinderwunsch optimale Versorgungsmöglichkeiten. Ein weiteres Präparat ist beispielsweise mit Eisen angereichert.

die Idee, das Vitamin gesetzlich zu verordnen

Wie im letzten Absatz kurz beschrieben, drohen bei zu geringer Zufuhr des wasserlöslichen Vitamins erhebliche gesundheitliche Folgen, sowohl bei einem selbst und ganz besonders, wenn werdendes Leben entsteht.

Folsäure wird unter anderem für die Teilung und Neubildung der Zellen benötigt. Bei einer Unterversorgung versorgt der Körper nur noch die lebensnotwendigen Organzellen. Daraus resultieren entzündliche Veränderungen an den Schleimhäuten und ein verminderter Aufbau von Erythrozyten (roten Blutkörperchen) bis hin zur Anämie.

Besonders schwer wiegen die Folgen bei der Entwicklung einer befruchteten Eizelle. Innerhalb der ersten 28 Tage nach der Befruchtung bildet sich das Nervensystem, das Rückenmark und das Gehirn des zukünftigen Lebens. Diese immense Leistung der Zellen ist nur bei ausreichend Folat im Organismus möglich. Um die Zahlen der Neugeborenen mit Spina bifidis zu reduzieren, gingen einige Staaten dazu über, Folsäure per Gesetz zu verbreiten. So ist beispielsweise in Kanada und den Vereinigten Staaten Folsäure im Grundnahrungsmittel Mehl zugesetzt. Das minimierte die Zahl der Frühgeburten und vor allem die Zahl der Babys, die mit einer Missbildung zur Welt kamen.

Auch für Deutschland sprechen sich etliche Experten dafür aus, Folsäure Präparate gesetzlich in einem Grundnahrungsmittel beizumischen. Allerdings wird sich diese Forderung hierzulande kaum durchsetzen, deswegen sollte jeder für sich selbst bei Bedarf nach einem geeigneten Folsäure Präparat schauen. Bei Unsicherheiten ist eine Gang zum Arzt anzuraten, dieser kann über eine Blutuntersuchung feststellen, ob und in welchem Maße ein Folsäure Mangel besteht und in welcher Form dieser behoben werden sollte.

Welches Präparat ist das Richtige?

Eine pauschale Antwort auf die Frage nach dem richtigen Präparat gibt es nicht. So spielt die hauptsächliche Ernährung im Alltag eine wichtige Rolle. Wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, benötigt – wenn überhaupt – nicht so viel Folsäure wie etwa ein Mensch, der sich meist von Fast-Food ernährt.

Raucher benötigen mehr Folsäure als Nicht-Raucher, Frauen, die die Anti-Baby-Pille einnehmen, haben einen höheren Bedarf als Frauen, die anders verhüten. Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie Infektionen, Rheuma, Epilepsie oder Magen-Darm-Erkrankungen haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf an Folsäure.

Den höchsten Bedarf an Folsäure haben Frauen, die sich mit dem Gedanken an ein Kind tragen. Hier liegt der Bedarf bei mindestens 550 Folat-Äquivalente pro Tag. Bei dieser Zielgruppe rücken Kombinationspräparate in den Fokus, denn die zukünftige werdende Mutter benötigt sowohl Folsäure als auch Jod. Im Einzelfall spricht hier der Frauenarzt die richtige Dosierung aus und empfiehlt das wirkungsvollste Folsäure Präparat. Dieser Tipp gilt nicht nur für Frauen, die schwanger werden möchten, sondern natürlich für jeden, der sich nicht sicher ist, welches Folsäure Präparat für ihn höchste Wirksamkeit zeigt.

 

 Sprechen Sie bitte bei Gesundheitsfragen und vor einer Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit einem anerkannten Mediziner oder Apotheker. Diese Inhalte stellen keine Empfehlung zur Behandlung, Einnahme oder für ein bestimmtes Präparat dar, sondern wollen objektiv über das Thema für Ihre persönliche Weiterbildung informieren. Ich übernehme keine Garantie oder Haftung für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte dieser Seite. Ebenfalls übernehme ich keine Haftung für mögliche Schäden oder Unannehmlichkeiten, die sich aus einer Anwendung auf Grund der hier befindlichen Informationen ergeben. 

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