Gibt es Nebenwirkungen der Folsäure?

So hoch der gesundheitliche Nutzen ist, auch bei Folsäure können Nebenwirkungen auftreten. Das liegt allerdings nicht an dem Vitamin selbst, sondern an einer falsch dosierten Einnahme oder an der Wechselwirkung mit anderen Medikamenten.

Allgemein heißt es, wasserlösliche Vitamine können nicht überdosiert werden. Werden sie überdosiert eingenommen, scheidet der Körper sie einfach über die Nieren wieder aus. Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin. Es gehört zum B-Komplex und ist für den Organismus essentiell.

Somit kann es eigentlich nicht überdosiert werden und eigentlich sollten auch keine Nebenwirkungen auftreten? Stimmt das?

Für was benötigen wir Folsäure überhaupt?

Der Körper braucht Folsäure für den Aufbau von Zellen. Der menschliche Organismus „funktioniert“ nur durch eine ständige Zellveränderung. Sie teilen sich, sie sterben ab, sie bauen sich neu auf. Ohne Folsäure wären diese Vorgänge gestört. Deswegen ist Anämie eine der Folgen bei einer Unterversorgung, denn es können sich nicht genügend rote Blutkörperchen bilden. Noch elementarer wird der Bedarf an Folsäure bei der Entwicklung eines Embryos. Aus einer befruchteten Eizelle reift neues Leben heran – ohne Folsäure können sich die Zellen nicht weiterentwickeln, es drohen schwerste Missbildungen beim Embryo.

Der Körper braucht also dieses Vitamin und er verträgt es problemlos.

Folsäure oder Folat?

Streng genommen, ist Folsäure ein synthetisches Produkt. Folat hingegen befindet sich in diversen Lebensmitteln. Da der menschliche Bedarf kaum über die Lebensmittel gedeckt werden kann, wurde die chemische Struktur von Folat aufgeschlüsselt und synthetisch nachgebaut. Unterschieden werden also Nahrungsfolate und Folsäure. Und genau hier liegt die Krux, was Nebenwirkungen angeht.

Es mag außergewöhnlich sein, aber der Organismus kann synthetisch hergestellte Folsäure besser verwerten als natürliches Folat. Die künstliche Folsäure wird in der Regel in Tablettenform eingenommen.

Nebenwirkungen des Nahrungsfolates

Folatverbindungen kommen in Nahrungsmitteln in nur sehr geringer Konzentration vor. Dadurch kann es nicht zu Nebenwirkungen beim Verzehr kommen. Besteht eine Allergie gegen ein Lebensmittel, hat Folat nichts damit zu tun.

Nebenwirkungen durch Nahrungsergänzungsmittel?

Bei korrekter Einnahme sind auch bei synthetischer Folsäure keine Nebenwirkungen zu befürchten. Aber: Bei der therapeutischen Anwendung anderer Medikamente kann Folsäure deren Wirksamkeit beeinflussen. So sollte beispielsweise nicht eingenommen werden bei der Einnahme von bestimmten Antibiotika, bei Epilepsie-Medikamenten oder bei einigen Karzinom-Medikationen.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte zur Sicherheit seinen Arzt nach der richtigen Dosierung der Folsäure befragen. Manche Medikamente setzen den Folatspiegel im Blut herab, manche setzen ihn herauf. Um hier keine Wechselwirkungen oder unerwünschte Begleiterscheinungen aufkommen zu lassen, ist ein Besuch beim Hausarzt die erste Wahl.

 Sprechen Sie bitte bei Gesundheitsfragen und vor einer Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit einem anerkannten Mediziner oder Apotheker. Diese Inhalte stellen keine Empfehlung zur Behandlung, Einnahme oder für ein bestimmtes Präparat dar, sondern wollen objektiv über das Thema für Ihre persönliche Weiterbildung informieren. Ich übernehme keine Garantie oder Haftung für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte dieser Seite. Ebenfalls übernehme ich keine Haftung für mögliche Schäden oder Unannehmlichkeiten, die sich aus einer Anwendung auf Grund der hier befindlichen Informationen ergeben. 

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